Zum Inhalt springen

Die Evangelische Akademie der Pfalz publiziert im Rahmen größerer Projekte und gemeinsam mit anderen Institutionen. Ihre Studienleiter greifen Themen auf und veröffentlichen in ihrem Arbeitsfeld. Die hier gelisteten Publikationen können Sie über die Evangelische Akademie der Pfalz beziehen oder über den Buchhandel bestellen.

Georg Wenz, Isabelle Noth, Emmanuel Schweizer (Hrsg.)


Seelsorge und Spiritual Care in interkultureller Perspektive 

2017
ISBN 978-3-7887-3087-1

In diesem Band werden grundlegende Fragen des interkulturellen, interreligiösen und interdisziplinären Austauschs im Kontext von Spiritual Care und Seelsorge behandelt.

Die Autorinnen und Autoren beleuchten ihre Themen aus einer großen Bandbreite fachlicher, geographischer und religiöser Perspektiven.

Christoph Picker, Gabriele Stüber, Klaus Bümlein und Frank-Matthias Hofmann (Hrsg.)


Protestanten ohne Protest
Die evangelische Kirche der Pfalz im Nationalsozialismus 

2016
ISBN 978-3-939512-79-0

In einem mehrjährigen Forschungsprojekt unter Federführung der Evangelischen Akademie der Pfalz haben 60 Autorinnen und Autoren die NS-Geschichte der evangelischen Kirche der Pfalz untersucht. Das Fazit lautet: Protestantismus und Nationalsozialismus gingen in der Pfalz weitgehend Hand in Hand. NS-Funktionäre sahen sich als gute Protestanten. Kirchenvertreter waren zum Teil begeisterte Nationalsozialisten. Einen ausgeprägten ‚Kirchenkampf‘ gab es nicht.

Die beiden Bände „Protestanten ohne Protest“ bieten auf insgesamt 911 Seiten erstmals ein Gesamtbild der pfälzischen Landeskirche im Nationalsozialismus. Durch eine konsequente Einbettung in überregionale, politische und alltagsgeschichtliche Zusammenhänge will es das Nachdenken über die NS-Geschichte insgesamt anregen. Es weiß sich den Standards geschichtswissenschaftlicher Forschung verpflichtet und ist zugleich auch für Nichtfachleute mit Gewinn zu lesen.

Der erste Band bietet einen Überblick über den Weg der pfälzischen Landeskirche. Weiter wird nach der politischen Rolle der Kirche und nach der Ausgestaltung unterschiedlicher kirchlicher Handlungsfelder gefragt. Der zweite Band eröffnet über ausgewählte Kurzbiographien Zugänge zu verschiedenen Einstellungen und Handlungsdispositionen.

In Weiterführung der Arbeit widmet sich die Evangelische Akademie der Pfalz intensiv dem Thema „Antisemitismus“ und regt gemeinsam mit der Friedensakademie Rheinland-Pfalz an der Universität Koblenz-Landau die Entwicklung eines friedenspädagogischen Konzepts für den „Westwall“ an. Auch die historische Forschungsarbeit wird weitergeführt.

Kristin Vorbohle, Jan Hendrik Quandt und Christoph Schank (Hrsg.)


Verantwortung in der globalen Wertschöpfung

München, Mering 2015
ISBN 978-3-95710-048-1

Seit den Sweatshop-Skandalen Anfang der 1990er Jahre um die Arbeitsbedingungen bei Nike & Co in Asien sind 20 Jahre vergangen. Dennoch ist das Thema - nicht zuletzt wegen der Gebäudeeinstürze und Brände in Textilfabriken in Bangladesh - aktueller denn je. Unternehmen betrachten zunehmend die gesamte Wertschöpfungskette unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit. Das heißt: ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen in der Lieferkette, am eigenen Standort, beim Kunden oder auch bei der Verwertung von Abfällen.

Wissenschaftlich stellt sich damit die Frage: Wie definiert sich eine globale Wertschöpfungskette und wo lassen sich Grenzen ziehen? Wie definieren sich globale Verantwortungszusammenhänge? Die Verantwortungszuschreibung entlang solcher globaler Kooperationen kann aus der Perspektive von Unternehmen, Kundinnen und Kunden, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Politik, NGOs und Wissenschaft sehr unterschiedlich ausfallen mit ganz manifesten Konsequenzen für die Art, wie Wirtschaft wahrgenommen und hier Veränderungsdruck empfunden wird. Die Diskussion darüber ist ebenso aktuell wie notwendig und deshalb im Fokus dieses Buches. Mit diesem Band wagen wir als Herausgeber-Team einen Versuch: Wie schon in den Vorjahren ist das Buch im Kontext der Consulting Akademie Unternehmensethik entstanden und vereint Beiträge unserer Referenten, wie auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema Verantwortung in der globalen Wertschöpfung . Das Besondere am aktuellen Band liegt aber in der Unterzeile Impulse einer neuen Generation begründet. Fast ausnahmslos stammen alle Artikel von jungen Autorinnen und Autoren, die am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen. Wir möchten ihnen ein Forum für ihre Ideen bieten und den geneigten Leserinnen und Lesern einen neuen Blick auf das Thema vermitteln. Was Nachhaltigkeit und Unternehmensethik entlang einer globalen Wertschöpfungskette aus dieser Perspektive bedeuten, das ist unsere Leitfrage. Hier Zusammenhänge aufzuzeigen und für die gemeinsame Verantwortung zu sensibilisieren, dazu will der vorliegende Band einen kleinen Beitrag leisten.

Evangelische Akademie der Pfalz (Hrsg.)


Rolf Müller-Landau
Leben und Werk

Speyer 2003 (Neuauflage 2015)
ISBN 3-00-011743-1

Monografie über den Pfälzer Maler und Grafiker Rolf Müller-Landau (1903-1956) unter besonderer Berücksichtigung seiner Künstlerfreunde und der Situation des kulturellen Lebens in der Pfalz im ersten Nachkriegsjahrzehnt.
Mit Beiträgen von Hans Blinn, Manfred Fath, Hermann Glaser, Volker Hörner, Clemens Jöckle, Adolf Leisen, Ursula Weber, Barbara Wucherer-Staar.

Grußwort von Kurt Beck:

2003 ist es hundert Jahre her, dass Rolf Müller-Landau geboren wurde. Er gehört zu den bedeutendsten Künstlern der Pfalz. Nach den Anfängen in den 20er Jahren im vergangenen Jahrhundert hat er, vor allem während des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit, ein sehr umfangreiches Werk an Gemälden und Grafiken geschaffen.

Rolf Müller-Landau gehört zu jenen, die in der Nachkriegszeit der Kunstszene in der Bundesrepublik Deutschland entscheidende Impulse gaben. Er hat die ersten Schritte zur Gründung der Pfälzischen Sezession unternommen. Seine Wahl in den Vorstand des wiedergegründeten "Deutschen Künstlerbundes" belegt die Wertschätzung und Beachtung, die ihm international zuteil wurde.

Ich begrüße es sehr, dass die Städtische Galerie, der Kunstverein Speyer und die Evangelische Akademie der Pfalz eine Dokumentation des Werkes von Rolf Müller-Landau vorlegen und eine Ausstellung organisiert haben, denn er gehört zur rheinland-pfälzischen Kunstgeschichte.

Gerne habe ich die Schirmherrschaft über dieses Vorhaben übernommen und dafür gesorgt, dass die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur dieses Projekt unterstützt. Der Ausstellung und diesem Begleitbuch wünsche ich die verdiente Resonanz in der Öffentlichkeit.

Esnaf Begic, Helmut Weiß und Georg Wenz (Hrsg.)


Barmherzigkeit -
Zur sozialen Verantwortung islamischer Seelsorge 

Neukirchen-Vluyn, Neukirchener Verlagsgesellschaft 2014,
ISBN 978-3-7887-2852-6

An unterschiedlichen Beispielen (Krankenhaus, Notfallseelsorge, Gefängnis, Krieg) werden nationale und internationale Erfahrungen mit einer Seelsorge vorgestellt, die sich der Barmherzigkeit verpflichtet weiß und Menschen konkrete Lebenshilfen zu geben vermag.

In Deutschland und Europa wächst die Zahl der Menschen, die dem islamischen Glauben angehören. Auch sie bedürfen einer qualifizierten Seelsorge in den verschiedenen Situationen ihres Lebens. An unterschiedlichen Beispielen (Krankenhaus, Notfallseelsorge, Gefängnis, Krieg) werden nationale und internationale Erfahrungen mit einer Seelsorge vorgestellt, die sich der Barmherzigkeit verpflichtet weiß und Menschen konkrete Lebenshilfen zu geben vermag.

Jan Hendrik Quandt, Christoph Schank und Kristin Vorbohle (Hrsg.)


Perspektive Nahrungsmittelethik

München, Mering 2014,
ISBN 978-3-9571-0023-8

Nahrungsmittelethik ist Wirtschaftsethik zum Anfassen: Als Verbraucherinnen und Verbraucher werden wir täglich mit dem Thema konfrontiert, sei es bei Konsumentscheidungen oder durch Skandale in den Medien. Welche zukünftigen Trends der Nahrungsmittelerzeugung lassen sich schon heute beschreiben? Was sind die Antworten aus Wissenschaft und Industrie auf globale Herausforderungen wie die Massentierhaltung, die Nahrungsmittelkrise des Südens, Nahrungsmittelspekulation, aber auch das wachsende Verbraucherbewusstsein?

Diese und andere Entwicklungen sollen im Rahmen des vorliegenden Bandes analysiert werden. Die globale Herausforderung Nahrungsmittelethik kann nur gemeinsam mit Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbrauchern erfolgreich angegangen werden, die sich dieser Verpflichtung bewusst sind. Hier Zusammenhänge aufzuzeigen und für die gemeinsame Verantwortung zu sensibilisieren, dazu will der vorliegende Band einen kleinen Beitrag leisten.

Jan Hendrik Quandt (Hrsg.)


CSR zwischen Rhetorik und Nachhaltigkeit -
Wie effektive Regulation gelingen kann

Marburg, Metropolis 2013,
ISBN 978-3-8951-8959-6

Wie kann unternehmerische Verantwortung am Beginn des 21. Jahrhunderts gesichert werden? Welches Engagement geht über reine Rhetorik hinaus und stellt sich nachhaltig den Herausforderungen einer sich herausbildenden Weltgesellschaft? Corporate Social Responsibility (CSR) wird in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals entweder als reine Rhetorik bzw. Greenwashing von Seiten der Unternehmen wahrgenommen, oder es wird unterstellt, dass eine soziale Verantwortung von Organisationen nur dann übernommen werde, wenn sich dies - zumindest langfristig - ökonomisch auszahle.

Der vorliegende Band ist eine Argumentation gegen solche gesellschaftlich weit verbreiteten Verkürzungen und betrachtet Unternehmen als gesellschaftlich eingebettete Organisationen. Dies wird mit Hilfe der theoretischen Ansätze des Neo-Institutionalismus sowie der soziologischen Systemtheorie begründet. Ausgehend von der Annahme, dass es sich bei Wirtschaftsunternehmen keinesfalls um solipsistische, rein ökonomisch agierende Organisationen, sondern vielmehr um gesellschaftlich eingebettete soziale Phänomene handelt, werden die Möglichkeiten gesellschaftlicher Steuerung durch Recht sowie die neueren Entwicklungen des Rechtssystems in einer globalisierten Welt diskutiert. Nachhaltigkeit im Bereich von CSR, so die These, lässt sich durch eine rechtsförmige Regulation schaffen. Dafür wird ein theoretischer Analyserahmen ebenso erarbeitet, wie auch empirische Fallstudien zur Illustration und Diskussion eingeführt werden. Die Arbeit zeigt mit ihrem interdisziplinären Ansatz Wege zu einer nachhaltigen Fassung von Unternehmensverantwortung angesichts der Herausforderungen einer hyperkomplexen Welt auf.

Kristin Vorbohle, Christoph Schank und Jan Hendrik Quandt (Hrsg.)


Unternehmensverantwortung und Medien

München, Mering 2013,
ISBN 978-3-8661-8830-3

Unternehmensverantwortung und Medien spannt als Begriffspaar thematisch einen weiten Bogen: von a) der Verantwortung von Unternehmen der Gesellschaft und ihren Medien gegenüber, über b) die Verantwortung der Medien über Unternehmen aus kritischer Warte zu berichten bis hin zu c) der eigenen Verantwortung von Medien als Unternehmen. Jeder dieser Verantwortungskonstruktionen ist in der medial geprägten Welt des 21. Jahrhunderts hochaktuell.

Die drei Spannungsfelder lassen sich grob folgendermaßen umreißen: Unternehmen stehen in der Verantwortung, der Gesellschaft gegenüber eine offene Kommunikation zu führen. Hierbei sind die Medien ein Mittler, um zwischen den Unternehmen und der Gesellschaft zu übersetzen . Spezialisierte Beratungen beschäftigen sich mit Unternehmenskommunikation und Reporting. Medien stehen in der Verantwortung, in ihrer zugeschriebenen Funktion als vierte Gewalt oder Watchdogs kritisch und aufklärend über Unternehmen zu berichten. Die gesellschaftliche Kompetenzzuschreibung an die Medien als Gewalt neben Legislative, Exekutive und Jurisdiktion bedingt gleichzeitig den Anspruch auf die verantwortliche Übernahme dieser Rolle. Medien stehen nicht zuletzt aber auch in der Verantwortung, als Unternehmen den gesellschaftlichen Ansprüchen an verantwortungsvolle Wirtschaftsakteure gerecht zu werden. Offensichtlich führen die drei angeführten Verantwortungskonstruktionen zu Widersprüchen und Spannungen untereinander. Dies soll Anlass zur Debatte über das Verhältnis von Unternehmensverantwortung und Medien geben. Einen kleinen Beitrag zu dieser anstehenden Debatte will der vorliegende Band leisten.

Georg Wenz und Talat Kamran (Hrsg.)


Seelsorge und Islam in Deutschland -
Herausforderungen, Entwicklungen, Chancen

Speyer, Verlagshaus Spyer GmbH 2012,
ISBN 978-3-939512-36-3

vergriffen (nur noch als PDF verfügbar)

Der Islam kennt in seiner Geschichte sowohl die nachbarschaftliche als auch die organisierte Hinwendung zu den Bedürfnissen der Mitmenschen. Zur Heilung gehören das körperliche wie das seelische Wohlbefinden. Angesichts der heutigen Lebensumstände und Bedarfe ist nach einer Institutionalisierung und Professionalisierung islamischer seelsorgerischer Angebote zu fragen. Dies tangiert sowohl verfassungsrechtliche als auch theologische und rituelle Fragen.

Das vorliegende Buch greift verschiedene Themenkomplexe aus dem Bereich Seelsorge und Islam in Deutschland auf. Die Autoren erklären die Bedeutung, die Entstehung und die Verortung von Seelsorge in Judentum, Christentum und Islam, berichten über aktuell auftretende Herausforderungen und wagen einen Blick in die interkulturelle und interreligiöse Zukunft.
In einem zweiten Teil wird über die Ausbildung muslimischer Seelsorger sowie über die Einbindung islamischer Betreuungsangebote in die bestehenden Strukturen nachgedacht. Es werden Qualitätsstandards und Leitlinien dargestellt sowie verschiedene Modelle reflektiert. Schließlich fällt der Blick auf den Klinikalltag.